Waldsaumgarten

die Kunst, Natur zu lassen

Die Idee des Waldgartens, den indigene Völker auf mehreren Kontinenten praktizieren, hat der Engländer Robert Hart in Europa bekannt gemacht. Sie vereint die Vorzüge von Landwirtschaft bzw. Gartenkultur mit der Forstwirtschaft, also Landwirtschaft unter Bäumen, wahlweise auch mitten im Wald. Eine Weiterentwicklung ist der Waldrandgarten, bei dem die verschiedenen Stufen des Waldrandes auf eine große Fläche ausgedehnt werden, um so die Ressourcen in vier Dimensionen nutzen zu können.

Wir gestalten unseren Waldsaumgarten auch nach den Prinzipien der Permakultur. Dieser soll den Reichtum und das Prinzip des wilden Waldsaumes mit Kultur- und Wildpflanzen nachahmen und für Tiere und uns Menschen ein erlebbares und nutzbares „naturokulturelles“ Übergangsbiotop schaffen. Unser Garten hat Bauminseln mit ihren Rändern, sowie Saum- oder Randzonen an den eigentlichen Gartengrenzen.

Die Übergangszonen der Biotope/Landschaftsteile stellen die artenreichsten Räume, sind sehr produktiv, schützen die Tiere und den Boden und sind gleichzeitig Bindeglieder. Leider sind sie in den letzten 50 bis 60 Jahren dem Produktions- und Wachstumszwang der Agrar- und Chemieindustrie zum Opfer gefallen und verschwinden zunehmend. In unserer Gemeinde sind schon einige Feldwege überpflügt worden, Die Ackerkante geht scharf an den Stangenwald der Forsten heran und auch an Hecken fehlt es mehr und mehr. Deshalb wollen wir den Randzonen mehr Aufmerksamkeit verschaffen und zu ihrem Erhalt beitragen.

alter Apfelsämling zwischen Ackerrand und Kuhweide

Bei uns entsteht ein zwar künstlich geschaffener „naturkreativer“, jedoch vielfältiger Lebensraum für zahlreiche Wildtiere, der positive Erlebnisse und Erfahrungen für uns Menschen ermöglicht. Er liegt zwar nicht direkt am Waldrand (ca. 2 min Fussweg), aber dafür haben wir eine wunderschöne Reihe aus alten Eichen an der Grundstücksgrenze nach Osten. Seit Oktober 2018 sind wir ein zertifizierter Natur-im-Garten mit Plakette des Landschaftspflegeverbands Mecklenburger Endmoräne.

In diesem Garten können Kinder lernen, wie Pflanzen und Tiere leben und wie natürlich-normal gewachsenes Gemüse und Obst schmeckt. In ihm können Jugendliche eigene kreative Ideen ausleben und Erwachsene Ruhe und Kraft schöpfen, sei es bei Gartenarbeit, Kontemplation oder Kunstschaffen, inspiriert von der Natur. Besuchen Sie uns bei unseren Veranstaltungen oder einfach nur so!S

junger Birnbaum mit wilden Jungeichen und Kiefern vor dem Steinfurther Holz, Mai 2014
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